Heiter und wolkig über mir der Himmel.
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| gestern war der gesamte Tag ein Wolkenbett zum träumen schön... ich hab sogar eine Stunde im Liegestuhl verschlafen... ich liebe diesen weiten großen Himmel mit den Wolken über mir wenn sie ziehen fließen meine Gedanken mit ihnen weit fort ein Hoch auf den September...ein Hoch auf die fast ungewohnte Wärme - ein Hoch auf die Sonne und in den letzten Sonnen _ Sonntag im September * wir wissen ja alle es bleibt nicht so wie es ist. Gedichte und Gedankenbilder sind in meinem Kopf sie singen über gestern und Morgen... ein Düsenjäger donnert über den Himmel und erinnert daran welch unruhige Zeiten um uns sind... |
Beide Seiten sind gefragt und leiden unter den Zuständen...
eigentlich wollte ich …
aber das was man wollte, geht manches Mal nicht weil andres viel wichtigeres einem vor den Kopf geknallt kommt. Das sind Themen des Tages.
a) sind mir plötzlich vor zwei Tagen zwei Zähne direkt unter der Brücke unten rechts ausgefallen und ein Leck gähnt mir entgegen, ich sehe aus wie eine verhinderte Hexe als ich in den Spiegel schaue, also muss ich mich darum kümmern, das Thema „ Arztbesuche" - brennt damit lichterloh.
b) hatte
ich * Sozialarbeit an der Backe, denn eine gute alte Freundin liegt in
der Rehaklinik mit zwei gebrochenen Beinen und geht sämtliche
Stationen hindurch, die sich damit ergeben. Für Monate hat sie sich
damit aus – dem Leben – durch einen blöden Autounfall
ausgeklinkt.
Also versuche ich sie per Telefon, SMS und
Sprachnachrichten etwas aufzurichten, um sie abzulenken damit sie die endlos lange Zeit nach
der OP besser übersteht. Das mache ich natürlich gerne, damit
wenigstens einer was für - sie - Sicht und fühlbar tut.
Bei diesen Nachrichten ist völlig klar, dass ich sofort wieder an Dori denke, wie es ihr heute geht und ob sie gut versorgt ist. Jeden Abend schließe ich sie in meine Gebete mit ein.
- ** Der Vormittag vergeht und ich erledige erst einmal meine Vorbereitungen zum eigenen Arztbesuch - was heißt, ich hänge stundenlang am Telefon um einen Termin zu bekommen, außerdem meine schriftlichen Befunde vom letzten Nephrologen- Besuch vom Hausarzt abzufragen. Doch dessen Telefon ist ständig besetzt, nur ein freundlicher Anrufbeantworter nach dem TUT,TUT teilt mir zum 10.Mal mit , dass er keine Zeit dafür hat um einen Rezept und Überweisungswunsch zum nächsten Quartal zu erfüllen und entgegen zu nehmen, obwohl eine extra Telefonnummer dafür angegeben ist.
am Telefon sollte man einander zuhören um sich zu verstehen...
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| morgen ist dann der längst fällige HNO dran die Langzeitspätfolgen überprüfen |
Zwischendurch gehen die Nachrichten aus der Reha ein, dass bis um 10°° noch kein Frühstück, nicht mal eine Tasse Kaffee bis ans Bett der bettlägerigen Patientin eingetroffen ist. Die Physio ansteht, die nicht kommt und schon fast Zeit für das warme Mittagessen um zwölf ist.
Schlechter Schlaf wegen des Vollmonds ist das Thema und keiner kommt um sie zur Toilette zu begleiten.
| male meine Gedanken in sie hinein... |
Wie froh bin ich, so nicht mehr arbeiten zu müssen, es fiele mir schwer, aber anderes wird einem ja nicht mehr angeboten. Wenn du den Job behalten willst musst du mit – den – Wölfen heulen bis die Frührente dich aus dem Job hinaus komplimentiert..
Nur zu gut habe ich in Erinnerung w i e meine letzten beiden Arbeitsjahre beim röntgen aussahen bis mich mein RR - Wert aus den Seilen haute. Arbeiten - nur unter Druck und der wurde tagtäglich größer, oft war die Arbeit zeitlich kaum noch zu schaffen.
Aber man weiß ja, irgendwann kann man
im Garten sitzen, die Füße hochlegen und anderen beim arbeiten
zuschauen. Ob das Geld der Frührente dann wirklich zum Leben reicht weiß man
zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht, denn Zeiten ändern sich.
Die Lebenshaltungskosten, Mieten, Zinsen, einigermaßen gut *wohnen,
und Preise werden täglich höher und steigen weiter. Die Benzinkosten für das Auto
erreichen astronomische Höhen. Da hilft selbst der Blick zum Himmel nicht viel, er schweigt mich an wenn ich die Frage an ihn richte : warum und wieso ...ist es so - wie es ist....
Ich
kann also beide Seiten nur zu gut verstehen.
Die im 12 Stunden Takt im Bett liegende Patientin leidet unter täglich wachsender Langeweile , hat vielleicht noch böse Phantomschmerzen, keine
Aussichten auf baldige Genesung, weiß nicht, was noch alles auf sie
zukommt, - der vor - dem-Bett – hört oft nur Klagen, hat weder Zeit , - noch Nerven sich um quengelnde Patienten zu kümmern, bekommt
viel zu wenig Geld für seine Arbeit, wenig oder kaum Anerkennung
und steht ständig unter Zeit- und zu viel Arbeitsdruck. Das baut niemanden auf.
Ich höre
das ständig von ehemaligen Kollegen. Für mich bleibt das Gefühl zurück - seit 2009 hat sich kaum etwas verändert was die Arbeit angeht.. Nur das Leben , darin ändert es sich tagtäglich.
Es ist eine Situation die sich schon seit Jahren nicht ändert, sondern permanent eher noch schlimmer wird. So möchte keiner arbeiten - !!! Es zermürbt und macht nicht nur den Körper krank sondern erschafft neue Sorgen um die Existenz.
Am anderen Ende der Fahnenstange sitzt die Politik und versucht sich gegen eigene Erkenntnisse zu behaupten, sie bekriegt sich gegenseitig - um sich durchzusetzen.
Das nennt man dann ein hoffnungsloses Desaster. Und dennoch bleibt Hoffnung in die Zukunft in unseren Gedanken. Sie hält uns im Leben aufrecht.
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| viel ist im Garten täglich zu beschneiden... damit das Unkraut uns nicht über den Kopf wächst... Körperkraft ist weiterhin gefragt... |
Ein Glück bleibt der Garten unter den eigenen Händen zuversichtlich, er hat sich wunderbar erholt nach dem letzten Regen , - er schickt freundliche Gedanken in den Tag - und bietet einen erfreulichen Anblick - " ich bleibe dir erhalten wenn du gut für mich sorgst!."
Nachsatz:
Dienstagmittag kurz nach Zwei: nach Zahnarztbesuch:
Bin nach einer halben Stunde wieder zuhause nach vorheriger Spannungsrunde.
14: OO weg - 14:30 wieder da
Zum Essen konnte ich heute nichts
unterbringen, viel zu nervös war ich, ob mein Besuch sich nicht zu
einer mittleren Katastrophe entwickeln würde. Meine Albträume in
der Vollmondnacht waren:
°°° Schmerzen oder Spritze - die Brücke wird herausgerissen
um eine Unterfütterung neu zu gestalten,
lange Heilungsphase..
von den enormen Kosten mit Zuzahlung ganz zu schweigen die damit entstehen..
dann
ein kurzer prüfender Blick aus einem schon
sonnengebräunten Gesicht mit Blick auf meine glitzernde Brücke ergab eine
„schwingende Brücke „, - die so beabsichtigt in meiner Mundhöhle
lauerte und völlig in Ordnung war.
" schwingend" ist so die Lücke gemeint, damit man mit den schmalen Dentalbürstchen gut durch die Lücke beim Reinigen kommt.
Er grinste ...er kennt mich. - Meine Nervosität verschwand in wenigen Augenblicken.
Leichten Schrittes durchschwebte ich wie auf ziehende Wolken ohne" reparierte Baustelle" die Praxis und winkte ein erleichtertes Ade zum Urlaub.
Das
bumm...bumm Herzklopfen hätte ich mir sparen können, nun gönne ich
mir ein riesengroßes Vanilleeis mit Kirschsoße und Häubchen aus
Sahne im Liegestuhl, nach schicke Jeanshose aus, kurze Sommerplünne
wieder an.
Typisch Angel, die wieder mal hummelig-hibbelig schnell im denken und träumen war, aber lieber einmal mehr zur Kontrolle als stundenlang bibbern und nicht wissen was es ist. Ich denke da nur an meinen Hörsturz im Juni 2023 und dessen Langzeitfolgen für mich.
ER hat übrigens herzlich gelacht. Hat ja gut lachen, ich führe auch gerne mal nach Schweden..
da kann man sicher gut den Ballast eines Jahres voller Arbeit abladen.
* * * * * * *
II: Wer gestern Nacht durch den Vollmond vielleicht nicht schlafen konnte, konnte noch ein extra "Schauspiel für die Augen " miterleben.
Fast vergessen – den Spätfilm gestern Abend und wieder sind es zwei Seiten, die gezeigt werden.
_ erwähnenswert das Thrillerdrama
von Luc Besson, dem französischen Kinomagier, der ein ergreifendes
Portrait zeigte -
/FSk ab 16; das man bestimmt auch noch in der Mediathek - sehen kann.
dass nur er so aufwühlend verfilmen kann, in der
die Biographie eines Freaks als Hauptdarsteller im Rollstuhl fast die Bühne sprengt
- Dog Man, wer hat's außer mir noch von
22:12 105 Min. bis 0.00 im ZDF gesehen.?(und war ähnlich beeindruckt.)
Zutiefst ergreifend , die
bittere verstörend schöne fast magische Geschichte eines Außenseiters der dazu
gemacht wurde. Großartig sein Spiel - übernehme ich von der Zensur.
Sie geht der Frage nach: sind Dougs Hunde die besseren Menschen?
( die Hunde waren der Hammer) damit war die Zahnarztepisode dann auch schnell wieder vergessen.
doch noch genießen wir die schönen Tage die mittags meist überraschend auftauchen, dann bin ich schnell wie der Wind wieder im Liegestuhl und genieße ganz entspannt für ein/zwei Stündchen die Sonne...
















Da schilderst du Situationen, die einem Angst machen, was Alter & Hilfsbedürftigkeit anbelangt... Ich finde gut, dass du immerhin die technischen Möglichkeiten nutzt, um Trost & Zuspruch zu spenden. Geduld kann frau ja nur sehr unvollkommen abgeben.
AntwortenLöschenIch wünsche dir, dass du gut auf den Beinen bleibst ( Zahnprobleme sind unangenehm und lästig - aber wenn der Rest stimmt...).
Alles Liebe!
Astrid
Tja liebe Astrid, darüber spricht man zumindest in den Blognachrichten, Berichten und Anekdoten, Geschichten und Gedanken oft nicht, denn nur Schönes erheiterndes, aufmunterndes unterhaltsames soll dort auftauchen und nicht, was einen runterziehen könnte, - wie die Realität - Krankheit, Pflegebedürftiges - magere Renten, schlechte Lebensumstände ,Politik oder gar gewisse Missstände geschweige denn: * Klagen darüber.
AntwortenLöschenDoch auch das gehört ins Alltagsleben in dem wir uns alle bewegen, so gehört es ganz allgemein auch (mal) dahin ohne es auszuschlachten. Bin mal gespannt was mein Zahnklemptner -ein sehr netter übrigens , der kurz vor seinem Urlaub steht - zu meiner Misere meint. Hoffe sehr, - er will mir nicht alles was er mal ** eingesetzt hat, wieder herausreißen!
danke für deine guten Wünsche zum Morgen, ...herzlichst Angel
Also erstens: ManitouseiDank, dass das mit deinen Zähnen glimpflich ausgegangen ist! Naja, ein wenig Glück braucht der Mensch halt.....
AntwortenLöschenUnd dann habe ich schon vor 30, 40 Jahren von meinen deutschen Verwandten vernommen, in welch desaströsem Zustand das dortige Gesundheitswesen sich befinde; dass allein schon das Bemühen um ein Rezept für Medikamente oder eine Physioverschreibung zum Marathon eskaliere. Das scheint sich alles inzwischen nicht zum Besseren gewandt zu haben, en contraire. Und immer haben die zu bestimmen, die mit Sicherheit nichts zu befürchten haben: privatversichert und auch sonst bestens situiert. Na bravo.
Hier in der CH sind wir (noch?) nicht soweit, aber es bahnt sich auch hier was an. Die Krankenkassenprämien steigen jährlich nochmal mehr in den Himmel (ich bezahle inzwischen für mich alleine und auf unterster Stufe horrende 520.- monatlich!), auch hier trennt man jetzt die privat versicherten Herrschaften vom Fussvolk, sogar eigene Wartezimmer bekommt man, wenn man golden versichert ist. Alleine das empfinde ich als eine sehr bedenkliche Entwicklung und bin froh, wenn ich in 2, 3 Jährchen nichts mehr damit zu tun haben muss. Aber Patientin bleibe ich natürlich bis an mein Lebensende und bin wirklich gespannt, was uns da noch erwartet.....
Aber wie du ganz richtig schreibst: wir halten uns am Schönen fest!
Herzliche Grüsse!
liebes Hummelchen sei froh, dass Euch diese Missstände bis jetzt noch nicht erreicht haben, befürchte allerdings dass sie - auf Dauer " - *nicht ausbleiben werden. ich denke da nur an meinen Hörsturz von 2023 von dem bleibende Schäden zurückblieben, weil keine rechtzeitige Behandlung erfolgte, obwohl auch ein NICHTHNO wissen müsste, dass es der Zeitfaktor ist der bei der Behandlung eine mittragende Rolle spielt. (520.-€ monatlich ist das die Zuzahlung in einer privaten Versicherung? - hier zahlt man noch 200.- € mehr...)und das ist fast für eine alleinstehende Pat/nicht zu schaffen.
AntwortenLöschenich bin heute sowohl beim HNO als auch 1 std später beim Kardiologen -- ein Unding, so Termine zu vergeben...(obwohl man darum gebettelt hatte darauf Rücksicht zu nehmen...)
das kann nur ein stressiger Tag werden....muss mich sputen, was nicht gut für die Ohren ist//
dir liebe Grüße in deinen Tag Angel
Nein, die 520.- sind meine effektive KK-Prämie PRO MONAT; ich bin in der untersten Stufe versichert (also allgemein), eine halbprivate oder private Versicherung wäre entsprechend VIEL teurer (privat monatlich so um die 1000.- mit Sicherheit!), das könnte ich mit meinem Gehalt auf keinen Fall mehr stemmen. Das bedeutet dann auch, dass man im Spital in erster Linie von Assistenzärzten betreut wird, höchstens mal von einem Oberarzt, dass man in den einfachsten Zimmern liegt, u.U. zu Mehreren, etc.pepe. Und zu diesen Prämien kommen noch die Franchise (in meinem Fall muss ich also pro Jahr die ersten 300.- der Jahres-Rechnungen selbst bezahlen) plus obendrauf noch der Selbstbehalt von 10% PRO RECHNUNG. Du siehst, kranksein wird da zum Luxus..... Unser Versicherungssystem scheint ganz anders zu sein als bei euch, aber mit Sicherheit nicht günstiger. V.a. wenn man bedenkt, dass die Prämien jedes Jahr steigen (für nächstes Jahr sind schon wieder etwa 5% Prämienerhöhung angesagt!). Inzwischen verschlingen die Krankenkassenprämien neben der Miete den grössten Teil meines Gehalts monatlich........Man fragt sich, wie lange man sich das überhaupt noch leisten können wird. Sowieso: die Geschichte von den "reichen Schweizern" sollte man rigoros revidieren. Reich sind hier nur ein paar ganz wenige......
AntwortenLöschenpuh. Liebes Hummelchen das sind ja astronomische Zahlen - (mein Kopf wird schon ganz wirr wenn ich das alles zusammenrechne!)
AntwortenLöschenReich sind hier nur ganz wenige - das wissen nicht viele hier, wandern trotz dem ab weil sie dies glauben. Als mir Alexandra vor Jahren erzählte, dass sie nicht mehr in der allgemeinen Krankenkasse aufgenommen werden würde und sich privat weiterhin mit 700.-€ im Monat versichern müsste weil einmal Wechsel heißt °immer...standen mir da schon sämtliche Haare zu Berge.
Danke für die Aufklärung )
aber was wird sein wenn du in Rente gehst? Ist da noch ein Wechsel möglich und machbar?
herzliche Grüße Angel
Liebe Angel, ich habe mich durch deinen schönen, wilden Garten geklickt mit Freude. Ich mag es so, ähnlich ist mein Waldgarten auch. Zähne, Ohren, das Hören, Sehen, alles was im/am Kopf passiert kann sehr unangenehm sein. Ich kann da mit meinen Erfahrungen mithalten.
AntwortenLöschenIch/wir , mein Mann und ich haben übrigens auch DOG MAN geschaut . Ich fand den Film ziemlich verstörend, doch die Hunde waren süss, toll trainiert und haben fein mitgespielt.
die feinen Himmelaufnahmen haben meine Laune sofort verbessert. Nun muss ich in die Küche, meinen gehenden* Sauerteigbrotteig weiter bearbeiten und für das Mittagessen sorgen,,,,
LG und ein gemütliches WE für Dich!
Angela
liebe Angela was den Film angeht, so empfand ich es auch - war etwas zwiegespalten da ich ja immer versuche - beide Seiten zu sehen..
AntwortenLöscheninteressant war er jedenfalls.
der "wilde Garten hier sieht zur Zeit des Herbstlaubs nicht ganz so romantisch angehaucht aus, wenn der Regen ständig für überflüssige Verwässerung sorgt. Selbst meine Tomaten im Frühbeet weinen schon grüne Tränen um ihr fehlendes Rot mit der Süsse wenn ich sie nun langsam Stück für Stück pflücke um sie unter Zeitungspapier im Dunklen nachreifen lasse. Der Sommer ist vorbei und Nacht für Nacht wird es kühler...dir eine schöne Woche angel