Freitag, 28. Februar 2020

heut gehen wir in den Wald, knackig kalt

   
  wuiii...   Knackig kalt
während ein paar 100 Meter weiter unten die ersten Frühlingsboten aus der Erde springen und man zeitweise schon das Gesicht in die erste Frühlingssonne reckt,  haben wir den ersten richtigen Schnee auf dem es sich lohnt die Skier elegant über die Loipe zu schwingen.!
Denn endlich ist er da, der richtige Winter der uns von der Natur bisher vorenthalten wurde. Es ist Ende Februar und Frau Holle hat in der Nacht tüchtig geschüttelt.
Obwohl ich längst über das tolle Alter hinweg bin in dem man im Schnee herumtollt, sondern eher die olle Dolle im Schnee bin, stelle ich fest, dass es unbändigen Spaß macht im Schnee herumzutollen, einen Adler mit dem Körper in den Schnee zu zaubern und mit Schneebällchen um mich zu werfen. Klar, dass ich treffe und zwar den Nachbarn der mühsam sein Autochen frei schippt, ich brauch nicht, ich laufe statt zu fahren.
Ein unbeschreiblicher Anblick bietet sich mir als meine Augen in den Morgen treffen.
Unendliche Weite, weiße Landschaft wie wir sie gerne an Weihnachten gehabt hätten, aber nicht hatten, denn da – war alles grasgrün-grau und ohne Farbe,
Weiß ist zwar auch keine Farbe sondern eher ein Zustand meines Garten zur Zeit aber es sieht wunderbar unberührt aus, so unschuldig wie ein neugeborenes Kind und gleichzeitig so gefährlich wenn man in den Schneemassen versinkt.
 - Wintervergnügen -
Bis zum Schaft meiner bunt bemalten Gummistiefel reicht er - und sinke ich ein - während ich begeistert durch den Garten stapfe um Bilder abzuschießen.
 Wenn ich jetzt noch meine Wäsche in der nächsten halben Stunde an die gefrorene Leine im Freien hänge, ist sie  innerhalb der nächsten stunde steif gefroren und riecht herrlich, so herrlich frisch wie der Anblick des frischen Schnee` s.
 Märchenwald -  ein Märchen voller Schnee  - märchenhafte Bilder, sie sind ja mittlerweile so selten geworden, ohnehin trifft man sie nicht mal mehr oft in der Schweiz an.
Man muss diesen Zustand des Winters  ausnutzen – denn man weiß ja nicht wie lange er anhält.
ganz aktuelle Bilder von heute...
ist das nicht schön?
                   Dazu ist es so knackig kalt, dass einem die Fingerchen an der Kamera fest frieren und ganz steif werden, aber ich möchte dieses seltene kostbare Gefühl spüren wenn nicht Schnee auf die Zedern – wie im Buch fällt, sondern die weißen geschmolzenen Perlenschnüre vom Schnee mir am Handrücken entlanggleiten, damit zaubere ich gerne Wortbilder 👫....😈👧
Irre...20 – 30 cm Neuschnee...?
Kater eins läuft wie ein Verrückter durch die Schneemassen und nur das dürre Schwänzchen tanzt federnd über die Hügel durch die er sich begeistert durchwühlt.
Kätzchen zwei hingegen liegt gemütlich hinter einem warmen Fenster und schaut nur mit Glubschaugen hinaus, ihr ist`s wahrscheinlich zu nass und zu kalt.
Kater drei, wie üblich in seinem Sessel im Vorbau, er ist gemessen in seinem Alter und schaut nur milde lächelnd seinem Kumpan zu wie der durch den Schnee tollt.
 Er lässt sich Zeit denn er weiß, der Schnee bleibt eine Weile da und wenn er sich in die Schneewüste aufmacht wird er wohl Stunden später erst schneebepudert zurückkommen, wenn er genug davon hat oder erschöpft vom Springen ist, - er genießt die Kälte.
Von Merlin denkt er sicher: " naja die Jugend, lass sie mal toben“
Es ist herrlich – es ist schön – es ist kalt wie es die Natur längst schon verlangt – endlich ein Winter mit ganz viel Schnee auf der Höh, der uns allen gefällt.

Schönen Freitag....................... laßt Bilder sprechen...............
wozu bracht man Wege, ein Gang genügt doch...
Töff Töff dürfen stehen bleiben..was soll`s...
wer`s braucht, da ist eins...
auf nah gezoomt....

naja  schippen muss schon - wer nicht laufen will

@ Angelface

Donnerstag, 27. Februar 2020

190 Seiten erleben...


 Zeit zu lesen..... ein 190 Seiten Buch
nicht dick, nicht viel aber inhaltsschwer.
Ein tiefer Seufzer durchfährt mich und im Moment möchte ich wirklich nicht in den Spiegel schauen um mein - von Tränen verquollenes Gesicht -  darin zu entdecken.
Was machst du mit mir – Hubertus -M.B.
ich habe niemals gezählt  wie viele Bücher ich bisher gelesen habe. Es sind unendlich viele, die ich in meinem Leben bisher konsumiert habe und es war – unter vielem anderen -  viel Mist dabei.
Etliches was ich beiseitelegte und danach nicht mal mehr den Titel wusste.
      Anderes, wonach ich  sofort nachschaute was der Autor noch in seinem Leben zu Papier  gebracht hatte weil mir die Art und Weise, wie er schrieb außerordentlich gefallen hat und mich beeindruckte.
Ein ausgesprochenes Wort ist schnell vergessen wenn es die Lippen verlassen hat, geschriebenes steht wie in Stein gemeißelt und hält einen fest.
 Man lauscht ihm gebannt.
Diesem Buch fehlt  alles reißerische - aufmüpfige, beifallheischende - fast sachlich streng, zeitweise ist es weder Erzählung noch Roman. Es ist seine Geschichte...und die beeindruckt.
Als ich es las,  schimmerte seine charakterstarke  Persönlichkeit die man durch das Fernsehen kennt, durch seine Zeilen und Gedanken,  als würde er mir gegenüberstehen und sich mit mir unterhalten, als würde er mir unmittelbar erzählen was ihn bewegt.
Vielleicht ist dies das Geheimnis des Buches.
       Die  ganze Scheiße mit der Zeit“, das berechtigt zum Bestseller geworden ist, hat mir meine älteste Freundin mit der Widmung  geschenkt: viel Spaß beim Lesen, doch ich weiß nicht, ob ich es als Spaß bezeichnen kann, dich zu lesen, nein – es hat mich erschüttert und zum hemmungslosen Weinen gebracht wobei ich nicht mal weiß – warum.
     Ich "kenne" dich nun wie jeder Fernsehzuschauer, seitdem du die Talkshow im NDR moderierst, weiß, dass du als Regisseur Filme produziert hat, erkenne dein zerknittertes und etwas verschmitztes altes Jungsgesicht im Fernsehen und habe mich immer gefreut zu entdecken,  dass dich der Schalk,  der Humor und auch die Nachdenklichkeit die dir eigen sind und dich ausmachen, nie verlassen hat. Doch in diesem Buch hast du etwas in mir bewegt  was ich nie für möglich gehalten habe: ich konnte ab  der Seite 101 nicht mehr weiter lesen.
 Sacken lassen was ich gelesen habe…
weiter weinen. Pause machen, nachdenken – mitdenken – mit- leben - mitfühlen – und verstehen.
Das passiert einem bestimmt nicht mit jedem guten Buch.
      ES gibt 100 Bücher, die einen langweilen, 300 Bücher die einen anregen – aufregen – unterhalten,
200 Bücher, die so spannend sind dass man nicht mehr aufhören kann zu lesen und wenige Bücher, die den Leser bis in die Tiefe erschüttern.
Deines ist so eines, es haut einen um und man weiß nicht mal, warum.
Vielleicht, weil es so ehrlich ist, so authentisch -  ich mag das Wort nicht besonders, es wurde so ausgelutscht, so oft gebraucht - wenn es einen Menschen beschreiben sollte.
Wahrhaft - ehrlich, und unglaublich lebensnah würde ich es eher nennen.
Es ist klug geschrieben, es schimmert und zeigt so viel Gefühl  das du selbst oft nicht einordnen kannst, - wie es es scheint -  wo ein anderer schamvoll sein Gesicht hinter seinen Zeilen verstecken würde, zeigst du deines  in  schonungsloser Offenheit , auch in der Unsicherheit und Hilflosigkeit gelebter, und  bisheriger Erfahrungen.
      Zukunft  - nur ein Wort für dich ohne Bedeutung.
Es ist keine Biographie, keine Erzählung, eher weit in die Erinnerung reichende Gedanken und Empfindungen die dich bewegen, "nur das was Unfallopfer berichten wenn das Leben in Sekundenschnelle an einem vorüberzieht", ein Zitat von ihm im Buch, -  das stimmt.
Ich kenne dieses Gefühl, es ist mir nicht fremd -  vielleicht beeindruckt es mich deshalb so, das empfinde ich auch und damit bist du dem Leser, in diesem Fall mir, so nah als würde ich dich in Echtzeit kennen, was es nicht ist.
Ich bin nur einer deiner Leser der dich verschlungen hat mit all den Gedanken die du in dieses Buch hineingelegt hast.
„ Es gibt keine vernünftige Alternative zum Optimismus“ – deine Worte Hubertus Meyer- Burghardt, mögen dich Kafka und Show noch lange, aber  nur heimlich und still begleiten ohne dir zu schaden  bevor sie dich einholen.
 Danke ...ein Glück dass es mir geschenkt wurde, ein Glück dass ich es lesen durfte, ein Glück dass du es so geschrieben hast.
.... und während Frau Holle fleissig ihre Kissen über dem Vogelsberg weiter ausschüttelt, damit Wiesen - Felder - und Hügel bedeckt bis alles tief im  unschuldigen Weiß versinkt, lese ich weiter in deinem Buch.

@   Angelface

 Link zum reinlesen

Montag, 24. Februar 2020

Kino Kino


Wenn ich etwas im "neuen Heim des Vogelsbergs "vermisse was mir Spaß macht, dann ist das Kino…Kino,
Kino ist einfach was anderes als das was man sonst jeden Tag macht, man taucht in andere, fremde Welten ein, oder macht Ihr das etwa zuhause..?
Glaub ich nicht - denn man begegnet Menschen auf der Leinwand die man sonst nie kennen lernen würde!

Kino ist  für mich, wenn man gedanklich mit auf Reisen geht.
Die Atmosphäre - das Abschalten vom Alltag - in die gedämpfte ruhige Umgebung  zwischen die gepolsterten - oft rot-plüschig- weichen Sessel des Kinosaals zu versinken und in die Stille der Dunkelheit einzutauchen - ist einfach nur schön, ergibt ein ganzes und ein völlig neues Erlebnis, dann muss nur noch "der Film gut sein". 
Schließ die Augen - lass dich darauf ein - und du weisst nicht mehr wo du bist.
Lass den Alltag für 2 Stunden hinter dir. Träume mit was auf der Leinwand geschieht.

Ein Raum, der genausogut in Berlin - Hamburg oder München sein könnte -  Du schaltest ab. Das ist Kino...und: Phantasie, die kann man sich zwar nicht kaufen, aber vielleicht erträumen wenn man ab und zu ins Kino marschiert.
Ein zweites Wenn - ich so darüber nachdenke, genügt  ein Satz um zu beschreiben wie „weit wir auseinander“  sind und uns doch immer so nah bleiben  um einen – doch beeindruckenden  Altersunterschied  zwischen uns zu beschreiben.
„Du bist heute schon 10 Jahre älter als ich dich als  40 jährige, - damals  21 jährige kennen  lernte“, sage ich zu ihr und lächle, denn ich mag sie unheimlich gerne.
Zu kompliziert? – NÖ…
Also ist die Freundschaft im Heute über  30 Jahre alt und hält noch immer.
       Freundschaften sind etwas unendlich Schönes wenn sie harmonisch funktionieren und wenn man sich versteht, nichts einen trennt. Man denkt gemeinsam, kann Sätze des anderen fortführen, weiß, was er meint wenn er spricht.
Vieles was ich im Blog bisher schon geschrieben habe, handelt davon, weil mich mitmenschliches immer schon beschäftigt und  bewegt  hat.
Ob man sich nun täglich im Job, im Privatleben einmal in der Woche/ im Monat begegnet oder später wenn man weit auseinander wohnt, -  nur noch einmal im Jahr sieht, ist völlig unerheblich.
Wenn es wahre Freundschaft ist, kann sie ein Leben lang halten und bestehen.

Wir gingen in den 90zigern  regelmäßig zusammen ins Kino und danach in die Kneipen. Verbrachten manch lauschige Sommernacht auf meinem Balkon mit stundenlangem zusammen quatschen, Lachen und gegenseitigem  Erfahrungsaustausch.
Ich war ja Zeit meines Lebens eine leidenschaftliche Kinogängerin als ich die Gelegenheit dazu hatte und teilte diese Zeit mit ihr.
Ich glaube,  sie brachte mir  damals mindestens ebenso viel bei wie ich ihr durch meine andere Lebensbauweise.
Konkurrenzdenken war uns völlig fremd, dafür waren wir uns viel zu nah – Mutter/Tochter/Schwestern/Arbeitskollegin oder Freundin,  alles  zusammen war es unser Ding.
      Wir haben es niemals auseinander gepflückt, was uns verband, nie analysiert  und neu zusammengesetzt um es zu erklären, sondern nur das Beisammensein und die vielen gemeinsamen Gespräche genossen bis zum abwinken.
 Komisch, dass sich das Gefühl zueinander nie ändert, obwohl sich unser Alltag schon jahrelang voneinander weit entfernt hat.
Als ich zum letzten Geburtstagkaffee ihre Schrift las die sie-  mit ihrer unvergleichlich kaum lesbaren kleinen  Schrift verfasste,  die Brille aufsetzte um zu lesen was  sie kritzelte, hüpfte mein Herzchen hoch.
 K i n o k a r t e n, dazu muss man erklären, dass ich schon 2 Jahre zuvor von ihr eine doppelbündige Geschenkkarte zu einem Kinobesuch nach meiner Wahl  in meiner Post fand, die niemals  von mir eingelöst wurde.
Wir hatten es beide – schlichtweg vergessen.
    „Ich hol dich auch ab und bringe dich wieder nach Hause“ stand da und ich musste laut lachen, denn sie las es mir laut vor. Ja, ja die Brille, nun brauchten wir sie beide..
        Später,  als sie vom Sonntagsbesuch abgedüst war, dachte ich noch, "welch ein Schwachsinn,
50 km hin und zurück und dann nachts nochmals das Gleiche, und das für 2 Std. Kino -  nein, ich fahr natürlich selber, auch wenn ich halb nachtblind  bin, mich gerne  von reflektierenden   Schildern und entgegenkommenden  Autoscheinwerfern  blenden lasse  und ausgesprochen ungern in der Dunkelheit fahre", was jeder weiß, der mich kennt.
      Blöderweise war Sturmwarnung an diesem Wochenende zum Karneval und sicher viele Betrunkene unterwegs auf den Straßen durch die Dunkelheit. Außerdem waren da noch die Rehe und Wildschweine die gerne die Straßenseite wechseln,  Bäume die umknicken und sich unelegant  auf die Straße vor die Räder legen, alles Dinge die dazwischen kommen können.
             Mir war`s  egal – so ein Stürmchen kann doch meinen Wunsch nicht aufhalten mit der besten Freundin der Welt ins Kino zu gehen. Ich wollte ins Kino und zwar mit ihr.
Zu deutlich war mir unsere wunderschöne lebendige  Zeit gemeinsamen Kinobesuchs noch in Erinnerung und ich wollte wissen - wie es wird,  ohne zu wissen -  ob man die Zeit zurückholen konnte.         
Außerdem war die  Besetzung des Filmes interessant, auch den Regisseur kannte ich.
        Ich  düste gemütlich rechtzeitig noch im Hellen los und brauchte über die Autobahn eine knappe Stunde weil die Zufahrtstrassen länger als die Autobahnstrecke selbst waren.
Bei  ihr in die Straße eingebogen erstarrte ich erst einmal.
              " Was"?, was waren das für Häuser, die kannte ich ja  alle  nicht.
Ich überlegte kurz: wann war ich das letzte Mal hier?  mindestens 3 Jahre dürften es wohl her sein, da waren neben ihrem Haus nur leere Wiesen und kahle Baugrundstücke voller Erdhaufen, sonst nix.!
Der Name der Straße stimmte, aber wie war noch gleich die Hausnummervon ihr?
Ich hatte sie vergessen, wie meine Brille die sich später in den Tiefen meiner Handtasche fand.
 
   Ich klingelte am 1. Haus in der Straße, keiner da, am 2. auch nicht, das Dritte erkannte ich vage, das stand damals bei meinem letzten Besuch schon.
Aus dem IV. spazierte gerade ein netter schwarzäugiger mit Bart und Brille, der mich anlächelte.
Den fragte ich mit einem flotten Spruch, denn wie sie mit Nachnamen hieß, das wusste ich so gerade noch.
Er schüttelte den Kopf und grinste nur…ich glaube, mein glucksendes Lachen hörte man in der ganzen Straße, das erinnerte mich sehr an damals als wir gemeinsam unterwegs waren.
 Langer Rede, kurzer Sinn, -  irgendjemand in der Straße, nachdem ich noch mehrere Häuser abgeklappert hatte wusste natürlich: ja klar, da – 3 Häuser weiter, das kleine mit dem roten Dach, und der Skulptur und dem Kies  davor -   klar,  ich schaute, das erkannte ich wieder unter all den riesigen Dächern die sich in der Straße zu ihrem  hinzugesellt hatten.

Wie kann man mich so aufregen. Nicht gut für den Blutdruck, dachte ich noch ehe ich auf die Idee kam mal mit dem Smartphone ihre Handy - Nummer anzuwählen um mich anzukündigen dass ich eine Stunde früher kam.
Muss ich erwähnen, dass die Nummer nicht mehr stimmte? – nein, denke ich – es passte nämlich zu der ganzen Aktion die so typisch für mich war und sicher niemanden verwundern würde…
     Der Film selbst den wir dann 2 Stunden später besuchten, war Klasse und hielt alles was die Bilder vorher versprachen. Die Filmmusik war ein Traum und die Handlung ganz nach unserem Geschmack die uns in das Neuengland des 19.Jahrhunderts versetzte. Wir stellten gemeinsam mittendrin schon fest, während wir Nachos mit Käsesoße  futterten, dass wir beide als Rebellinnen   gut in diese Zeit hineingepasst hätten.
       Es handelte sich um eine gesellschaftskritische  Familiengeschichte  als Drama  angeboten, als die Frauen noch  kein eigenes Geld verdienen durften, keinen Führerschein besaßen und von der Familie gut verheiratet wurden indem sie auf großen Bällen als Heiratskandidatinnen deren Brüstchen aus den Ballkleidern sprossen,  fast feil geboten wurden und sich die 4 Schwestern dagegen  temperamentvoll und erfolgreich auflehnten.
Wir sahen Freud und Leid der damaligen Zeit als es noch keine asphaltierten  Straßen, sondern nur Dreck und Schlamm  darin gab, die Männer das Heft in der Hand hielten und sich vom Liebreiz der Frauen betören ließen. ( "Liebreiz" - ein Wort, das man heute nicht mehr kennt)
Geld, Ruhm und Namen waren wichtig, niemand heiratete unter seinem Niveau, man wurde geheiratet, war versorgt und hielt den Mund..
Man sah aber auch den Dreck, die Armut, das Elend derer die sich durchbeissen mussten. Oft herrschte Hungersnot die die Reichen nicht spürten.
            Ein wunderbarer, recht stiller und ruhiger Film, der mit wunderschöner Filmmusik getragen wurde, allein das schon ein Erlebnis, - ohne viel Aktion aber mit tiefem Hintergrund  mit wunderschönen Kostümen und Kleidern, die überhaupt nicht rückständig oder gar altbacken wirkten, sondern elegant und zu den Festen  in Samt und  Seide,  Leinen  und leichter Baumwolle sehr pompös und schick ihre Besitzerinnen spazieren führten.
            Leider haben wir uns das Glas Wein danach in einer hippen Kneipe oder Hotelbar verkniffen weil ich ja noch zurückfahren musste und eine Kontrolle durch die Polizei doch nicht riskieren wollte was mir in meinen 40 - zigern noch völlig schnuppe war.
Doch heute bin ich doch etwas vernünftiger und lasse den Kopf mitsprechen ehe ich handle, obwohl es schade ist,  den Abspann des Filmes  auf diese Art  nicht  so  wie früher zu beenden.
Danach: Wir saßen noch plaudernd mindestens gefühlte 2 Stunden  vor ihrem Häuschen im Auto und machten das lachend was uns so vertraut war, zusammen  über den Film der sehr an die Geschichten und Erzählungen  der Jane Austen erinnerte,  quatschen, bis uns die Müdigkeit übermannte und wir uns trennten
Beim nächsten Kinobesuch werde ich also dort bei ihr mein Bett  sicherheitshalber auf der Couch aufschlagen.
Danke geliebte Freundin…es war wie immer wunderschön mit dir - gerne wieder, ich werde das Programm durchforsten und freue mich schon heute darauf, sicher werden wir wieder etwas gemeinsam finden was uns beiden gefällt, und wir fühlen uns als wären wir auf den Filmfestspielen in Berlin wo es so tolle neue Filme gibt - bis dahin werde ich eine große Weile davon zehren.
 Film: Little Women 2020 von Greta Gerwig Autorin und Regisseurin von Lady Bird

 Im Moment bin ich so euphorisch und beflügelt so voller Energie durch das Kino - Kino, dass ich an einem alten "Biographie - Buch" - neu anbaue, denn jede Veränderung ist gleichzeitig Fortschritt und Freude...
los gehts in ein neues Zuhause  
← ↖unter dem Link gehts direkt ins Buch, für den, der es noch nicht kennt.
Klappentext:
dem Grün bleib ich treu denn ich liebe die Natur und die Natur liebt mich, so mache ich mich auf die Socken und wähle mir ein neues Zuhause.
Dreizehn Jahre wohnen mit Vermieter, kalten Heizkörpern im Winter und keinen Nachbarn sind mir eigentlich genug. Die Freunde nehme ich mit, die Erinnerungen lasse ich da und die nächsten zehn Jahre sollen nur noch schön sein.
...* die Geschichte handelt vom leben und sein im neuen Lebensabschnitt und zuhause.

Als Krönung gibts ein eigenes Gartenhaus, doch davon erzähle ich ein anderes mal.--
eine Geschichte in mehreren Teilen...wetten, es kommen noch einige Kapitel hinzu!

@ Angelface


Donnerstag, 20. Februar 2020

Gedichte und Gedanken (6)

Gedichte und Gedanken - vom Montag - Donnerstags wie Sonntags  - egal wann sie mir aus dem Kopf purzeln - auf den Tag kommts mir nicht an...

Wenn ein Gedicht mir
aus dem Munde hüpft
so sei es mir
als wär `s -grad frisch geschlüpft
gemächlich wägt es ab
ob`s längengleich auch überschwappt
mal ist es klein
mal ist es fein
mal ruft es aus dem Kämmerlein
ich möcht jetzt tanzen, singen schreien
lass mich doch raus
ich schweig dann still
hab das gesagt
was ich grad will

@ Angelface

Montag, 17. Februar 2020

man ist - wie man ist- oder man wird es -

Tja – wie nenne ich diesen Post, diese Gedanken – noch hab ich keine Ahnung, aber vielleicht fällt mir ja zum Ende noch ein Titel dafür ein.
  /`“ man ist wie man ist  - oder man wird es“/? vielleicht...
In Anlehnung weil es sich anbietet / an meinen Post vom Wort“
oder - " umgangssprachlich"  Höflichkeit und Gesten" - der Mensch ist ein Teilstück der Natur und sollte mit sich -  mit ihr  - und anderen Menschen  gut auskommen.
Wenn ich so an den Valentinstag/der gerade war – den Muttertag und oder an Geburtstage denke - dann denke ich brauchts das alles> wirklich?
Braucht man tatsächlich Anlässe um einen anderen an den ich gerade denke – zu grüßen oder habe ich ein generelles Kommunikationsproblem/chen damit, - mich einem anderen Menschen freundlich zu nähern und ihm damit zu vermitteln: „du bist nicht alleine auf der Welt“..
Nehmen wir mal das Grüßen als Beispiel.Es bedeutet ja nichts anderes als:" ich nehme dich wahr".
„ Grüßen“ ist altes Brauchtum oder Tradition, es gehört mit zur guten Erziehung die einem die Eltern mitgeben sollten. Das ist wie anständige Tischmanieren schon als Kind zu lernen..
" bitte nimm die Hände beim Essen an den  Tisch und lass die Ellbogen weg“.
Schon in der Schule, in der Tanzstunde lernt man /wenn man es nicht schon vorher weiß – es gehört zum guten Ton zu grüßen, ist Höflichkeit, Respekt voreinander  und Aufmerksamkeit.
Sich umeinander zu kümmern, indem man sich von Zeit zu Zeit „meldet und signalisiert“, ich weiß, dass du da bist und mich vielleicht brauchst oder sprechen möchtest, mir was erzählen willst“ - sollte doch eine Selbstverständlichkeit sein – oder? Zumindest von Zeit zu Zeit.
Wie viel Zeit - dazwischen -  verstrichen ist – ist eigentlich völlig egal.
Für den einen bedeuten Wochen oder Monate nichts, für den anderen ist schon ein Tag, sind Stunden - oder eine Woche wichtig, -  in der man miteinander zu tun hat.
Man geht ja auch am Partner nicht jeden Tag grußlos vorbei,
Mit einem guten Umgangston lebt es sich leichter, ein Stoffel der sich nicht zu benehmen und anzupassen weiß, macht sich sein Leben selbst schwer.
                  Grenzenlose Anonymität in den Städten ist schön und gut, oft auch wichtig um sich als Individulalist zu fühlen. Man kann nicht jedem Menschen dem man begegnet freundlich aufmerksam gegenübertreten, dazu sind wir zu viele.
Wir sind schließlich eine Masse Mensch auf diesem Planeten Erde und viele mögen sich überhaupt nicht leiden. Müssen sie ja auch nicht, keiner erwartet oder verlangt das.
               Fremde bleiben Fremde und das ein Leben lang. Wir sind nicht miteinander verwandt, weder mit den Japanern und Chinesen, nicht mit Bulgaren oder Rumänen, nicht mal mit allen Deutschstämmigen, - haben also wenig miteinander zu tun./
Fremde werden zu "Bekannten"  die sich neu begegnen  und kennen lernen - werden vielleicht irgendwann zu Freunden, damit werden sie sinnverwandt, mit gleichen Interessen vielleicht sogar zu Liebespaaren und Kuscheltierchen? (wer weiß, alles kann, nichts muss sein.)
    Eine gewisse Exzentrik – das ist so ganz anders sein – ich denke da an Menschen wie " K. Lagerfeld“ der ewig einsame Individualist dessen Biographie ich gestern spät nachts sah, ist vielleicht ein gutes Beispiel dafür, - mag ja den Individualisten in uns für andere interessant machen und seine Charakteristik unterstreichen aber - ob sie mit anderen Menschen die nun mal da sind , und die sich brauchen - so gut zurecht kommen?  - Fraglich -
               Sicher haben Menschen eine unterschiedliche Art miteinander umzugehen. Meist kennt man sich so gut, dass man weiß wie es funktioniert. Wie der andere tickt und auf einen reagiert.
Aktion und Reaktion sage ich immer...
wie ich in den Wald hineinrufe – schallt es auch zurück.
„ Kümmere“ ich mich um den Mitmenschen dann kümmert er sich auch um dich in irgendeiner Form und sei es nur die, dass er dich freundlich grüßt und nicht über dich hinwegsieht als gäbe es dich nicht..
man nennt es in der Erziehung /schlicht und einfach“ Höflichkeit/Aufmerksamkeit/Mitmenschlichkeit die dem anderen beizubringen ist.
Empathie ist nicht jedem angeboren – man kann sie auch nicht lernen – aber Aufmerksamkeit und Bewusstsein schon.
Ich kann es auf den Teufel nicht leiden wenn einer unaufmerksam ist und nur an sich selber und seine Bedürfnisse und Befindlichkeiten  denkt und nenne das nicht einander  grüßen schlicht Unhöflichkeit.
Schließlich sind wir alle keine unbenutzten Stühle die im Zimmer herumstehen über die man darüberfällt wenn sie einem im Wege stehen sondern Menschen mit Bedürfnissen die erfüllt werden möchten.
Selbst die Blume am Wege – sprich die Natur - braucht ein erkennen und streicheln.
Denn fehlt es - verblüht sie ungehört und ungesehen.

@ Angelface

Samstag, 15. Februar 2020

ein Wort ist nur ein Wort

auf ein Wort -  manchmal machts keinen Sinn - zu reden -
doch wortgewaltig zu sein - hat schon vielen geholfen
 was sind  denn Worte?
Worthülsen..sind es, wenn sie leer sind
Worte entblößen - Worte entdecken - Worte verstecken -
Wort –  wichtig - heisst ja
Worte haben immer ein Gesicht, auch ein Gewicht, mal böse, mal gut, mal schlecht
Wörte schätzen ein - sie kritisieren, sie schätzen fein - 
vielleicht brauchst du deine Phantasie um sie zu erkennen
sie werden gewichtig und schwer wenn man sie von den Lippen entlässt
sie sind leicht wie Schmetterlinge wenn man sie lächelt
sie können beflügeln und befreien
Worte sind Verständigung - Kommunikation - auch Auseinandersetzung -  Erklärung
Worte haben ein fieses - Gewicht wenn sie töten und verletzen
wenn sie sich miteinander vernetzen, anderen schaden
wenn man ihnen Inhalt gibt der dich aus der Fassung bringt
leicht und locker wenn man sie fliegen lässt und Menschen damit bezwingt
wenn sie zum überreden genutzt werden
zum verpetzen sie sich im Kreise drehen
um nichts auszusagen was man wirklich meint
Worte bekommen – andere nehmen – um sie wieder zu verschenken
sie in Bahnen lenken
Was ist ein Wort
das Gewicht - etwa nur eine Hülle, die den Begriff umkleidet?
Man formt mit Lippen und Zunge Buchstaben
daraus entsteht ein Wort und gibt ihm ein Gesicht
um dem anderen etwas zu erklären
wortgewaltig nennt man den Redner, der der Eroberer der Worte ist,
der sie deutlich in eine bestimmte Richtung führt
geschickt nennt man den, der das Wort fort schickt , es so gut formuliert , als setze man es auf einen Stuhl und schaue ihm zu wie es sich dort macht
Worte können betören, überreden, man kann sie hören und doch sagen sie oftmals nichts aus
was einen Sinn macht
sie können beschreiben, umschreiben, erklären - etwas benennen,  erkennen was der andere meint
mit einem Wort hin zum freundlichen Satz begrüßt du den Tag wenn du ihn magst wie dich selbst
Worte tragen an der Verantwortung anderen gegenüber schwer
erzähle mit Worten eine Episode und du malst gleichzeitig ein Bild aus deinem Gedächtnis
Worte haben Macht
Worte haben Kraft
Worte können übersetzen
aber werfe sie in eine Schale mit Wasser und sieh zu wie sie schwimmen
sich in Luft auflösen
zerpflücke sie und entdecke,  wie sich die Buchstaben in Nichts auflösen und ihre Bedeutung verlieren
Worte sind dünnhäutig und zerbrechlich
Worte sind schrecklich, Worte sind lieb und zärtlich, freundlich und nett
ein letztes Wort begleitet dich ins Bett
hätten wir die Worte nicht um zu reden müssten wir taub und blind durch unser Leben gehen
würden hilflos am Rande des Abgrunds stehen
könnten nur noch tasten und fühlen
wir schreiben die Worte auf um nicht zu vergessen
Worte ergeben Geschichten, Wortklaubereien, Wortfetzen, ausgesprochene Gedanken, durch sie entstehen Gespräche und Diskussionen, Auseinandersetzungen,  Lügengeschichten - aber auch Liebesschwüre und Versprechungen
wahre Worte sind wahrhaftig, ehrlich – oft neugierig.
Worte können Freundschaften zerfetzen - sind manche Blicke mehr als Worte oder sind sie es nicht - sondern phantasievolle Umschreibungen von Taten, hohle leere Worte helfen keinem - unsere Worte sind nur das Spiegel und Sinnbild dessen was wir sind.

@ Angelface

Freitag, 14. Februar 2020

Valentinstag

damit man nicht vergißt aneinander zu denken...


freundliche Grüße bedeuten Aufmerksamkeit und Freundlichkeit und dazu braucht man keinen Anlass...
 @ Angelface

Donnerstag, 13. Februar 2020

Episoden und Geschichten

- Eine kleine Episode zum schmunzeln...(?)
Namensänderung ?
Vor einiger - ich glaube längerer Zeit schrieb ich „ einen Artikel“ über das Perfekt sein...
lachte später darüber und amüsierte mich, denn ich bin alles andere als perfekt, sondern ein Mensch mit Schwächen, Ecken,  Kanten  und Fehlern, und ein Glück mit Macken und Besonderheiten und bestimmt – wie jeder andere auch – einzigartig und damit unverkennbar und damit für andere leichter erkennbar und kein Einheitsbrei der jedem gut schmeckt..

 : Nicht nur am Namen oder etwa an Äußerlichkeiten als bestimmte Person zu erkennen, auch nicht an der Adresse obwohl die nicht gerade üblich ist. Und auch ich nicht gerade unauffällig grau oder völlig unscheinbar bin.
Für die Post gilt:  Mit Burgblick oder Ferienpark in meiner Adresse können ja viele nichts anfangen, sie klingt so vage und nicht nach bekannter Stadt/Land/Fluss, -  auch das Navi findet es für Fremde oft nicht.
Man "verfährt" sich schnell wenn man mich sucht. Denn Gassen und Gehwege haben oft nur Nummern statt Namen und die entsprechenden Schilder zu den verstreuten Häusern sind oftmals weit oben in Richtung wedelnder  Bäume im Wind angebracht..dazwischen befinden sich Wege , die -  man glaubt es kaum, begehbar sind.
Darüber bin ich ja ganz froh, quasi unsichtbar  für Fremde zu sein, denn damit werde ich auch nicht mit  Besuchen überschüttet und kann mich oftmals genügend abschotten gegen Menschenmassen, unliebsamen Besuchern, auch die Post hat da so ihre Probleme und lädt gern mal meine Post , entweder beim Nachbarn oder direkt in der Stadt ab wenn sie meinen Postkasten nicht gleich findet.
              Für das Internet hingegen ist es ja wurscht wo du wohnst.
Bisher dachte ich immer die Telekom  als Allroundanbieter wäre perfekt und findet jeden um ihre E-mails an den Mann oder die Frau bringen, meldet an und ab und schickt Werbung unterschiedlicher Cöleur an die richtigen Leute durchs Land.
Nun ….. anscheinend doch nicht, nicht so ganz..
 könnte man mich jetzt etwa doppelgesichtig"
 oder Zwei- Zwiegestalt  "nennen?
   könnt ja sein...dass ich das selber nicht weiß
schließlich ist man Mensch mit vielen undurchsichtigen Facetten!
 Vielleicht bin ich ja zuhause im Spiegel - für mich - eine ganz andere die die anderen ohne Spiegel sehen und eine ganz andere Person - ohne es selbst zu wissen? ( dies ist natürlich keine ernsthafte Aussage sondern scherzhaft gemeint:-)) - )
doch wie landet diese E-mail  mit einer ganz anderen
Adresse in meinem Postkasten?
selbstverständlich hab ich sie
nicht aufgemacht
.
... denn heute Morgen fand ich zwar eine nette Nachricht in meiner E-mails Post,  doch ich stutzte, denn so einen Namen trag ich nicht.
Ich hoffe die Dame bekommt nun ihre Rechnung um sie überweisen zu können...
vorsichtshalber hab ich sie mal weitergeleitet, damit die Telecom nicht pleite macht wenn sie ihre Benutzer in Zukunft nicht alle erreicht. 💗
Totale Perfektion ist also auch großen Firmenanbietern  nicht unbedingt gegeben, was ich wegen der vielen Werbung andererseits auch wieder ganz praktisch finde..

@ Angelface
 erleben was verbindet - berichtet die telecom - toller Slogan...*
nun, mich verbindet mit dieser Dame bisher rein gar - nichts - außer dass sie eine ähnliche Rechnung wie ich hat - aber vielleicht ist sie ja ganz nett und meldet sich bei mir..

Mittwoch, 12. Februar 2020

Nachtgedanken

Nächtens...* fast 4°°

Im dunklen Raum duftet betäubend eine Hyazinthe
fast schon penetrant wie das Parfüm das ich längst nicht mehr benutze, man verändert sich.
Ist es der Vollmond der mich nicht mehr schlafen lässt, die Gedanken oder die Pizza , die ich recht spät gegessen habe?
Lecker war sie, frisch und saftig mit Ananas und Schinken, doch viel zu viel für den Abend.
Oder war es die anregende Unterhaltung mit ganz netten Leutchen die ich dabei hatte?
Der Mond steht riesig am Himmel und versteckt sich neckisch von Wolke zu Wolke im Dunkel der Nacht – eiskalt ist die Luft und am Fenster zeigen sich zarte Eisblumen.
           Das Jahr hat nun schon 31 Tage im Januar und 12 Tage im Februar hinter sich.
Es hat etliches an  Regen und Schneewehen, einen heftigen Sturm mit Überschwemmungschäden  und in der Politik etliche Veränderungen mit sich gebracht.
Eine gute Freundin trägt sich mit den Gedanken an Trennung und ich mache mir ein wenig Sorgen weil sie heute da steht, wo ich mit 36 ohne eine mir vertraute Zukunft  war.
Das macht erst einmal ein wenig Angst und bringt große Unsicherheit und doch verstehe ich es;
wenn man sich auseinandergelebt und kein Paar mehr sondern nur noch Elternteil ist.
Ein Mensch geht und ein anderer kommt wenn einer stirbt und ein anderes Menschenkind neu geboren wird.
So lange
warst du in meinen Gedanken
im Grunde seitdem es mich und dich gibt
man liebt umsorgt und bleibt auf vielerlei Art
und vergisst es nicht
doch kommt die Zeit des verlassen Werdens
man nimmt Abschied
vom anderen - und ist allein
und doch gibt es kein wirkliches allein sein
du bist nie allein
1000 Geräusche Gerüche und Bilder
Vergangenes und die Zukunft
sind um dich herum
denn es ist nur ein Gefühl
der andere bleibt da, ist nur
woanders und ohne dich

Man gewöhnt sich an alles bis es zur neuen Gewohnheit geworden ist und irgendwann ist das Gefühl wieder vertraut...
 solche Gedanken und Bilder wird es immer in meinem Leben geben, sie sind wie die Nasentropfen im Medikamentenschrank, man braucht sie nicht immer aber holt sie ein bis zweimal im Jahr heraus,
denn ohne Schnupfen vergeht kaum ein Jahr.
und, als hätt ich ihn gerufen - da kommt er schon - der Schnee...
das Smartphone zeigt wie viel Schnee zwischen der Nacht und dem Morgen gefallen ist..
 so ist eine Reparatur der Gartentür noch lange nicht möglich, denn noch ist alles zugeweht.